WIG Schweißen

Wolfram-Inertgasschweißen ist universell anwendbar, so kann nämlich jegliches Metall das schweißbar ist damit geschweißt werden, desweiterne ist es ein sehr sauberes Verfahren, das kaum Spritzer und nur wenig Schadstoffe erzeugt. Nachteil ist das es wirklich ein schwierig zu meisterndes Schweißverfahren ist und in der Regel eine gute Ausbildung vorraussetzt, auch wird das inerte Gas Argon zum schweißen benötigt.

Für den Heimgebrauch ist es meist eine teure Anschaffung aber wer wirklich oft schweißt oder Edelstahl bzw Aluminium in hoher Qualität verarbeiten möchte, für den ist es fast schon ein Muss. Ich werde Ihnen das Verfahren so gut wie möglich begreifbar machen, so das Sie mit Verständnis in der Lage sein werden es anzuwenden und zu erlernen.

Aufbau einer WIG Anlage

Diese Anlagen bestehen ähnlich wie MAG Anlagen aus der Schweißmaschine, dem Schlauchpacket samt Brenner und Verschleißteilen( Keramiktülle, Gasverteiler, Wolframelektrode), einem Massekabel sowie Gasflasche, Druckminderer bzw. Manometer und dem Zusatzwerkstoff in Form von Metallstäben in verschiedenen Durchmessern.

Der Aufbau des Brenners ist ganz leicht, von links nach rechts:

-Keramiktülle

-Spanhülsenhalter

-Brenner

-Spannhülse

-Elektrodenhalter

Unten links ist die Wolfram-Elektrode zu sehen,

welche einfach von hinten durch die Spannhülse gesteckt wird.

Sie muss vor dem Schweißen angeschliffen werden, verschiedene Winkel ergeben verschiedene Lichtbogenbreiten und Einbrände in das Material.

Equipment

Arbeitsschutz

Schweißstromquelle

Massekabel

Schlauchpacket

Gasflasche ( Argon)

Manometer

Verschleißteile

Zusatzwerkstoff

Schleifbock ( zur Durchführung erforderlich)




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Anwendung

Wieder als erstes die Inbetriebnahme, Gerät an das Stromnetz anschließen, Massekabel an Gerät anschließen (Pluspol), Gasflasche und Manometer anschließen und Gasdurchfluss einstellen(5- 10 l/min), Brennerpaket und Brenner zusammenbauen und anschließen (Minuspol), die Arbeitschutzcheckliste ein letztes mal durchgehen.

Handhabung

Die Handhabung beim WIG schweißen ist eine Kunst. Sie erfordert wirklich Übung um zuverlässige Ergebnisse zu liefern.

Zum Starten nehmen Sie sich ein Probeblech ca 2- 4 mm stark, stellen am Gerät eine Amperzahl zwischen 50- 75 Ampere ein und setzen den Brenner mit der Keramiktülle auf dem Blech auf.

Betätigen Sie jetzt den Knopf am Brenner und nähern sich mit der Wolframnadel langsam dem Blech, berühren Sie es nicht, die Nadel soll nicht mit dem Werkstück in Kontakt kommen. Sobald der Lichtbogen zündet sollten Sie beobachten wie im Bereich des Lichtbogens das Metall aufschmilzt. Sie erkennen das an der Oberfläche des Metalls, welche spiegelglatt wird. Je nach Materialdicke und Material kann das auch mal etwas länger dauern. Jetzt bewegen Sie den Brenner langsam im 30° Winkel angestellt entgegen der Schweißrichtung, also stechend, vorwärts.

Beobachten Sie immer den aufgeschmolzenen Bereich vor der Nadel, wenn Sie sehen, dass das Material nicht mehr vollkommen aufschmilzt, müssen Sie langsamer ziehen. Nachdem ein paar Zentimeter aufgeschmolzen wurden, lassen Sie den Knopf am Brenner los, ziehen ihn aber nicht sofort weg von der Naht, weil immer noch Gas aus dem Brenner strömen wird. Beim WIG Schweißen sollte man eine gewisse Gasnachströmzeit einhalten, um nachträgliches Verbrennen der Naht und Anlauffarben zu vermeiden, dies gilt vorallem für Edelstahl.

Betrachten wir nun das Ergebnis, Sie sollten eine aufgeschmolzene, gleichmäßig dicke „Linie“ vor sich haben. Ist dies der Fall üben Sie weiter, selbe Verfahrensweise, nur diesmal nehmen Sie den Zusatzwerkstoff in die freie Hand und beginnen wie bei der vorhergehenden Übung.

Nachdem Sie das erste Material aufgeschmolzen haben, wird der Fülldraht entgegengesetz der Schweißrichtung in die Schmelze getaucht, quasi von vorn in Richtung Brenner. Achten Sie darauf nicht mit dem Fülldraht die Wolframelektrode zu berühren und das jegliches Material voll aufgeschmolzen wird. Um jetzt eine einfache Strichraupe zu schweißen „tupfen“ Sie den Fülldraht in die Schmelze während mit dem Brenner eine Vorschubbewegung vollführt wird. Durch das Zuführen der Drahtes in die Schmelze kühlt das Schmelzbad immer wieder etwas ab, daher ist es wichtig das Gefühl für die richtige Geschwindigkeit der Drahtzufuhr zu entwickeln, da durch gezielte Zufuhr auch Durchfallen durch das Material aufgrund zu große Hitze vermieden werden kann . Das ist das Prinzip des WIG Schweißens. Denken Sie immer daran die zu verbindenden Materialoberflächen voll aufzuschmelzen ebenso wie den Zusatzwerkstoff und seien Sie geduldig bei der Übung.

 

 

Hier finden Sie die benötigten Maschinen und jeweiligen Zubehörteile...